Mittwoch, 13. Juni 2012

[Rezension] Feuer und Glas, Der Pakt - Brigitte Riebe


Zitat:
"Mein Herz ist aus Feuer. Und wer ihm unerlaubt zu nah kommt, wird sich jämmerlich daran verbrennen!"

Autorin: Brigitte Riebe
Titel: Feuer und Glas - Der Pakt
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Heyne fliegt/Heyne Verlag (Verlagsgruppe Randomhouse; 21. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
Buchreihe: Feuer und Glas, Band 1
Kaufen: 16,99€
  
Inhalt:
Venedig im Jahr 1509: Ein machtvolles Glasartefakt und die letzte Erinnerung an einen verschwundenen Vater … Eine uralte Fehde zweier verfeindeter Völker … Und ein Mädchen, das nicht ahnt, dass es den Schlüssel zur Rettung Venedigs in seinen Händen hält …

Für die sechzehnjährige Milla scheint die Zeit stehen zu bleiben, als sie an einem heißen Frühlingstag dem jungen Gondoliere Luca begegnet. Wie ein Aristokrat aus einer anderen Zeit gleitet er, gemeinsam mit einer Katze, auf einer blauen Gondel durch einen stillen Kanal. Milla ist verzaubert und kann den jungen Mann nicht vergessen. Als kurze Zeit später dieselbe geheimnisvolle Katze im kleinen Lokal ihrer Mutter und Tante auftaucht, folgt sie ihr durch die Gassen Venedigs. Sie gelangen zu einem reichen Stadthaus – und Milla sieht Luca wieder. Er ist jedoch nicht allein, und plötzlich wird Milla in den Strudel dunkler Vorkommnisse um das Ende der mächtigen Lagunenstadt gezogen. Stammt sie wirklich von den Feuerleuten ab, die seit jeher gemeinsam mit den Wasserleuten Venedig beschützen? Was empfindet Luca, einer der Wasserleute, wirklich für sie? Und hat all das mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun? Zwischen Liebe und Zweifel hin- und hergerissen, kann Milla niemandem vertrauen – außer einer Katze und ihrem Gespür für die Wahrheit ...

Gestaltung:
Die Gestaltung find ich super, denn obwohl mal wieder ein Mädchengesicht zu sehen ist, wirkt es doch ganz anders. Das Cover ist außerdem der Grund, wieso ich mir Milla auch wirklich mit roten Haaren vorstellen konnte (mehr dazu unten). Im Hintergrund kann man noch eine Gondel erkennen.

Meine Meinung:
Milla arbeitet mit ihrer Mutter und ihrer Tante im Ippocampo. Ihr Leben ist nicht einfach seit ihr Vater, auch Feuerkopf genannt, vor 5 Jahren verschwunden ist. An der Stelle setzt die Geschichte an.
Dafür, dass es das Debüt der Autorin in diesem Genre ist, kommt man sehr leicht in die Geschichte rein und der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, ist jedoch auch für ein Jugendbuch recht anspruchsvoll und erinnert, genauso wie die wundervollen Beschreibungen von Venedig und den Gondeln, an Kai Meyer und „Die fließende Königin“.
Man merkt, dass Milla zu den Feuerleuten gehört. Sie ist ab und zu stur und hat auf jeden Fall Temperament, wobei sie mir am Anfang noch ab und zu viel schüchterner vorkam. Aufgrund ihres Verhaltens fragt man sich jedoch auch manchmal, ob das noch mit den Feuerleuten zu tun hat oder ob das eher pubertätsbedingt ist. Sie kam trotzdem sehr sympathisch rüber und konnte mich mit ihrer Art mitreißen.
Milla ist außerdem die einzige Person in Büchern mit roten Haaren, die ich mir auch wirklich so vorstellen konnte, was wahrscheinlich auch am Cover liegt. Normalerweise bin ich überhaupt kein Fan der Haarfarbe, aber hier passt es einfach zu ihrem Charakter und sieht natürlich aus.
Luca ist das genaue Gegenteil von Milla, meistens ist er ruhig und hat eine kühle Ausstrahlung. Er gehört zu den Wasserleuten und wirkt von Anfang an sehr geheimnisvoll, allerdings ohne dabei wie ein Abklatsch der anderen momentan geläufigen mysteriösen pseudobösen Typen zu wirken.
Was mir im Bezug zu den Feuer- und Wasserleuten ein bisschen gefehlt hat, war das Hintergrundwissen zu ihren Fähigkeiten, die sie anscheinend haben und auch sonst hätte ich gerne noch mehr über sie erfahren.
Was den Lesefluss ein bisschen gestört hat, waren die langen Kapitel. Ich bin eher Kurze gewohnt und hab deswegen alle paar Seiten nachgeschaut, wann denn das Kapitel zuende ist und ob ich überhaupt noch Zeit dafür habe.
Beim Ende ging der Geschichte irgendwie die Luft aus und ich habe ein wenig die Spannung vom Rest des Buches vermisst. Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Band und bin mir sicher, dass er mindestens genauso gut wird.

Fazit:
Die Idee der Feuer- und Wasserleute ist toll, auch wenn das Potenzial meiner Meinung nach nicht völlig ausgeschöpft wurde. Insgesamt hat das Buch seinen ganz eigenen Stil, sowohl durch den Schreibstil als auch durch die Geschichte, und man ist so schnell damit durch, dass man sich wünschte, man hätte doch länger gebraucht.

Gestaltung: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Inhalt: ♥♥♥♥ (4/5)

Über die Autorin:
Bilder von Brigitte RiebeBrigitte Riebe, 1953 geboren, ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Neben ihren bekanntesten historischen Romanen wie Pforten der Nacht oder Schwarze Frau vom Nil hat sie sich einen Namen als Jugendbuchautorin gemacht. In ihrer zwei Bücher umspannenden Saga Feuer und Glas verwebt sie erstmals Geschichte mit einem magischen Geheimnis. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und dem Kater Filou in München.

Kommentare:

  1. Die Rezension gefällt mir. :)
    Das Buch möchte ich uunbedingt noch lesen. ^^

    LG Jessica

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  2. Hey ich antworte die auf deine Frage und deiner gelungenes Rezension. Ja jeder kann mitmachen. Und mann muss auch nicht dabei bleiben wenn einem ein Thema nicht passt dann setzt man einfach aus. Du kannst dir das Logo zum TTT schnappen findest du unter Challenges 2011 - Top Ten thursday - Logo.
    Es wäre nett wenn du mich als Host in den Beiträgen verlinken würdest und natürlich wäre ein Beleglink super damit ich deinen Beitrag auch lesen kann denn es machen schon einige mit so das ich nicht alle im Kopf habe die dabei sind.
    LG Alice

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  3. Ich habe dieses Buch zu Hause liegen. Es wartet förmlich gelesen zu werden. ;D
    Marianne

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