Dienstag, 5. Juni 2012

[Rezension] Sternensturm - Kim Winter

Spoilergefahr!
Das ist Band 2 der Reihe und kann somit Spoiler zu Band 1 (Sternenschimmer) enthalten! Für die Rezension zu Sternenschimmer bitte HIER klicken.

Cover zu Band 1
Deutsches Cover zu Band2

Zitat:
„Es kommt der Tag, an dem er sich zwischen seiner Identität und dir entscheiden muss. Was glaubst du, wird er wählen?“
- S. 233

Autorin: Kim Winter
Titel: Sternensturm
Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (22. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Buchreihe: Sternentriologie - Sternenschimmer
                                                - Sternensturm
                                                - Sternenstaub

Inhalt:
Iason hat sich entschieden: für die Liebe, für ein Leben mit Mia. Eigentlich perfekt. Aber plötzlich verschwinden Menschen spurlos aus der Stadt. Und ein unheimliches Flüstern spricht in der Nacht zu Mia. Sie fühlt sich gezogen und weiß nicht wohin. Stimmt es, dass die Entführer in Wirklichkeit hinter ihr her sind? Zweifel keimen auf, ob es Mia wirklich bestimmt ist, den Frieden nach Loduun zu bringen. Und bald schon nährt sich der Verdacht, dass sie vielmehr von einer dunklen und gefährlichen Macht gelenkt wird. Als Wächter seines Planeten muss Iason eine folgenschwere Entscheidung treffen und Mia gerät in ein Netz aus Intrigen, in dem sie niemandem trauen kann, am wenigsten sich selbst. Eine Liebe überbrückt alle Welten. Die packende Liebesgeschichte von Iason und Mia geht weiter.....

Gestaltung:
Das Cover ist genauso schön gestaltet wie auch Band 1! Diesmal wurde das Buch eher Rosa und Lilatönen gehalten und der Planet auf dem Cover ist herzförmig. Man merkt allerdings auch, dass der Planet leicht angeschlagen ist, da er von kleinen Rissen durchzogen wird. Ohne Schutzumschlag ist das Buch weiß und die Schriftart die auch schon für den ersten Band ausgewählt wurde, finde ich wunderbar.

Meine Meinung:
Wie schon in der Inhaltsangabe angedeutet geht es in Band 2 der Sternentriologie düsterer zu. Das Buch schließt relativ zeitnah an Band 1 an und man kommt gut in die Geschichte rein, da viele Details noch einmal aufgefrischt werden.
Die fröhliche, lockere Stimmung von Sternenschimmer wie weggeblasen, denn Lokondras Leute tauchen auf und setzten Mia und Iason zu. Doch es droht nicht nur Gefahr von außen, auch innerhalb der Beziehung von Mia und Iason kriselt es, dabei spürt man jederzeit die Gefahr im Hintergrund.
Mia konnte einem in Sternensturm wirklich leidtun. Wenn alle an einem zweifeln, wie soll man sich da schon selbst trauen? Vor allem durch Kim Winters einfühlsame Beschreibungen konnte man sich gut in sie hineinversetzen. Iason, der mir mit seiner Art vorher ganz gut gefallen hat verändert sich ziemlich und das zumindest inhaltlich nicht zum positiven. Die Wandlung wirkt dabei nicht aufgesetzt sondern entwickelt sich langsam so wie man es "in echt" erwarten würde.

Als Jugendliche dann spurlos verschwinden, sehen sich schließlich die Wächter von Loduun gezwungen auf die Erde zu kommen. Ich fand es sehr interessant mal andere erwachsene Loduuner kennenzulernen, da man bisher nur die loduunischen Kinder, Iason und Finn kannte. Das Iason und Finn nicht gerade repräsentativ für ihren Planeten sind, merkt man im Laufe der Ankunft und des Aufenthalts der Wächter. Besonders Skyto, der Anführer der Wächter, zeigt das was man den Loduunern schon in Band 1 an Eigenschaften zuschreibt: vernunftgesteuertes Denken. So wirkt er leider oft ziemlich gefühlskalt. Natürlich sind nicht alle Wächter so, im Gegenteil, jeder von ihnen hat einen ganz eigenen Charakter, der natürlich auch durch die verschiedenen Clanzugehörigkeiten geprägt wird. Da muss ich wieder ein großes Lob an Kim Winter aussprechen, denn trotz der vielen Charaktere ist keiner so wie ein anderer und jeder etwas Besonderes, gleichzeitig hat man viel über Loduun erfahren.

Das der Titel des Buches perfekt auf das Buch abgestimmt ist, wird einem spätestens beim großen Finale klar, denn das ist ein wahrer Sturm an Dramatik, Spannung und Herzschmerz. Letztendlich musste ich einige Tränchen verdrücken, was bei mir zwar nicht selten der Fall ist, aber in dem Ausmaß schon von einem sehr emotionalen zweiten Band zeugt. Was ich in Sternensturm auch ganz besonders toll fand, war das kleine Loduunwörterbuch und das Clanfarbenlexikon, in denen man immer mal wieder Wörter und Clanfarben nachschlagen kann. Dabei finde ich besonders Finns Vokabular sehr interessant!

Fazit:
Spannender, packender und mit seiner ganz eigenen Atmosphäre schließt Sternensturm an den Vorgängerband Sternenschimmer an.

Gestaltung: ♥♥♥♥♥ (5/5)
Inhalt: ♥♥♥♥♥ (5/5)

Über die Autorin:
Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als „Schreibsucht“ bezeichnet. Dem Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. „Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht.“

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