Freitag, 5. Oktober 2012

[Rezension] Gabi Neumayer - Als die Welt zum Stillstand kam

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Deutsches Cover
Zitat:
 "Straßen waren und sind das Band, das uns alle verbindet - innerhalb einer Stadt ebenso wie zwischen weit entfernten Orten. Straßen führen zusammen, was getrennt war, und sie führen die Menschen zueinander."

Autorin: Gabi Neumayer
Titel: Als die Welt zum Stillstand kam
Originaltitel: "
Gebundene Ausgabe: 446 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg (August 2012)
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Inhalt:
Die Freunde Celie, Alex und Bernie könnten ein rasantes Leben genießen und sich sehen, wann und wo immer sie wollten. Doch der tragische Tod von Celies Mutter, Erfinderin des Tornetzes, hat einen Schatten auf ihre Freundschaft geworfen. In ihrer Trauer will Celie alles hinter sich lassen. Bis plötzlich die Katastrophe eintritt – das Netz versagt. Wie alle anderen auch sitzen die drei Freunde fest: Alex in Berlin, Celie in Irland, Bernie in der mecklenburgischen Wildnis. Jeden Tag fällt die Welt um sie herum ein Stück mehr auseinander: Städte ohne Strom und Wasser werden zu Todesfallen, Krankheit, Hunger und Gewalt breiten sich aus. Die zivilisierte Welt kollabiert. Celie, Alex und Bernie müssen jeder für sich ums Überleben kämpfen. Und sie müssen einander finden. Denn vielleicht hat der Tod von Celies Mutter etwas mit dem Zusammenbruch des Netzes zu tun ... Ein spannender und beunruhigender Roman von Gabi Neumayer über die Auswirkungen des Zusammenbruchs der modernen Welt, wie wir sie noch nicht kennen.

Gestaltung:
Die Gestaltung gefällt mir nicht ganz so gut, obwohl sie durchaus futuristisch wirkt.Sie spricht mich einfach nicht so richtig an :S
Das Buch hat keinen Schutzumschlag, den ich aber auch nicht unbedingt notwendig finde.

Meine Meinung:
Celie ist unter falschem Namen in Irland bei der "Mobilen-Kommune". Das ist eine Gruppe von Menschen, die das Beamen ablehnen und versuchen nicht abhängig davon zu sein, auf ihre Weise sind sie mobiler als der Rest der Menschheit. Celie versucht natürlich ihre Identität zu verbergen, schließlich ist ihre Mutter die Erfinderin der Tore und damit der Feind der Mobilen.
Alex arbeitet in einem Krankenhaus in Berlin und macht sich sorgen um Celie.
Bernie ist angehender Tormechaniker und soll zusammen mit einer ausgebildeten Mechanikerin ein Tor mitten in der Wildnis aufstellen.
Dann fallen die Tore aus und alle 3 versuchen zu Überleben und Familie und Freunde zu erreichen.
Diese Grundidee des Buches hat mich wirklich neugierig gemacht. Beamen? Heutzutage noch in ferner Zukunft. Im Buch schon in einigen Jahren möglich. Die Gesellschaft der Zukunft macht sich sehr schnell sehr abhängig von der Erfindung der Tore, was für den Leser erst einmal erschreckend erscheint, aber mit der Abhängigkeit den heutigen Menschen vom Internet vergleichbar ist.

Am Anfang jeden Kapitels bekommt man erst mal einen Ausschnitt aus dem Tagebuch von Jenna, Celies Mutter, zu lesen. Diese Tagebucheinträge haben mir gut gefallen, da man so die Entwicklung und Umsetzung der Tore und des Beamens ein wenig nachvollziehen konnte.
Das Buch setzt kurz vor dem Zusammenbruch des Tornetzes an und man lernt alle 3 Charaktere kennen. Man erlebt noch eine Szene in der Celie, Bernie und Alex ein letztes Mal aufeinandertreffen bevor sich ihre Wege in die verschiedenen Orte der Welt trennen.

Dass die 3 von Irland, der mecklenburgischen Wildnis und Berlin zueinanderfinden wollen, obwohl sie nicht mehr beamen können und auch unsere Transportmittel der jetzigen Zeit nicht zur Verfügung stehen, hat mich beim Lesen etwas irritiert und wirkt stellenweise unglaubwürdig.
Der Zusammenbruch der modernen Welt, wie es in der Inhaltsangabe beschrieben wird, war leider nicht sonderlich spürbar und das Buch hatte nicht die gewünschte Wirkung. Ich habe zwar verstanden, dass die Situation schlimm ist, aber das Entsetzen, die Leichen, Krankheiten, Tod und Verderben und so ... das hat mir gefehlt. 
Der Schreibstil von Gabi Neumayer war angenehm zu lesen und auch mit dem Rest des Buches war ganz zufrieden, aber mehr auch nicht.

Fazit:
Eine gute Idee, keine schlechte Umsetzung, aber das Gefühl beim Lesen hat mir einfach gefehlt. Deswegen 3 Herzen, mit einer Empfehlung für Sci-Fi-Fans, die auf Tod und Verderben verzichten können :)

Gestaltung: ♥♥♥(3,5/5)
Inhalt: ♥♥♥ (3/5)

Über die Autorin:
Gabi Neumayer, geb. 1962, lebt in Bergheim bei Köln und ist Autorin, Lektorin und Chefredakteurin des Autorennewsletters „The Tempest". Sie schreibt vor allem für Kinder – unter anderem Science-Fiction-Geschichten, englische Lernkrimis, Bilderbücher und Sachbücher. Mit "Als die Welt zum Stillstand kam“ erscheint nun ihr erster Jugendroman.

Kommentare:

  1. Deine Rezension ist toll, dadurch weiß ich, dass das Buch nichts für mich ist ;-)!

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  2. Hm, ich wäre auch mehr der Typ für Chaos, Tod und Verderben ;) Kennst du solche Bücher, die vergleichbar sind mit Blackout?

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    1. Ähm xD Blöde Sache... ich habe Blackout nicht gelesen^^
      Aber Chaos, Tod und Verderben? Da kann ich dir Dark inside und Ashes empfehlen :D

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